Kostenminimierung beim Elekronikschrott
Angesichts der rasanten Zunahme von Elektronikaltgeräten in Deutschland - im Jahr 1997 waren es 1,8 Mio., heute sind es bereits 2,4 Mio. Tonnen pro Jahr - gewinnen marktfähige Strategien zur Vermeidung und Entsorgung von Elektronikschrott zunehmend an Bedeutung. Das Beispiel Vodafone zeigt eine gute Praxis.
10.05.2004
Dabei werfen die im Entwurf des Bundesumweltminister Trittin vorgesehenen Regelungen einige zentrale Fragen auf: Wie sollen Elektrogerätehersteller und Importeure exakt ihre Anteile an den Alt-Geräten entsorgen, die nach dem 13. August 2004 als Neuware in Verkehr gebracht wurden? Wie soll der geforderte Nachweis von Verwertungs- und Recyclingquoten je Gerät erbracht werden?
Wie dies praktisch umgesetzt werden kann, zeigt das Beispiel Vodafone: Als erster Netzbetreiber in Deutschland hat Vodafone D2 ein Recycling-System für alte oder defekte Handys gestartet. Für jedes abgegebene Handy spendet Vodafone D2 5 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung. Mittlerweile werden täglich viele Hundert Alt-Handys gesammelt.
60 Millionen deutsche Handy-Nutzer besitzen momentan schätzungsweise 120 bis 130 Millionen alte und neue Mobiltelefone. Denn die Einsatzzeit eines Handys ist kurz: im Schnitt wird jedes Gerät lediglich 18 bis 24 Monate benutzt und dann durch ein neues Gerät ersetzt. So entstehen jährlich ca. 5000 Tonnen Elektroschrott, die die Umwelt bei nicht sachgerechter Entsorgung gefährden können.
Quelle: UD
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