Mehr Umweltschutz für Behindertenwerkstätten
Rund 670 Werkstätten für Behinderte gibt es derzeit in Deutschland. Die Bezeichnung "Werkstatt" ist jedoch oft untertrieben: viele Einrichtungen sind mit über 200 Beschäftigten längst mittelständische Unternehmen. Mit den Betrieben sind auch die Potenziale gewachsen, die Umwelt durch clevere Ideen zu entlasten und zugleich Kosten zu senken. Eine Initiative der Katholischen Landvolkhochschule Oesede will jetzt Leiter von Behindertenwerkstätten zu Fachwirten für nachhaltiges Wirtschaften fortbilden.
18.02.2005
Im Vordergrund der Fortbildung stehen anwendungsorientierte und praxisbezogene Grundlagen - etwa die Frage, wie die Werkstätten bei Produktion, Materialwirtschaft und Vertrieb ganz konkret nachhaltiger und umweltschonender wirtschaften können. "Häufig können schon mit kleinen Veränderungen große Effekte erzielt werden, die nebenbei dem Betrieb auch noch Kosten sparen", sagt Franz Loth, Leiter der Katholischen Landvolkshochschule Oesede.
Das Wissen soll nicht auf die Teilnehmer der Fortbildung beschränkt bleiben: Zwei Tagungen sollen dafür sorgen, dass nachhaltiges Wirtschaften bundesweit in möglichst viele Werkstätten einfließen kann. Auch die Kooperation der Landvolkhochschule Oesede mit zwei Partnern soll helfen: der Vertriebs- und Auftragsbeschaffung für Behindertenwerkstätten (VAB) gehören 13 Werkstätten in Südwest-Niedersachsen an, der Verein CaPHANDY ist ein bundesweiter Zusammenschluss von 52 Werkstätten und Mitglied im Deutschen Caritasverband.
Quelle: UD
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