Konzept mit Zukunft: BMW stellt CleanEnergy-Strategie vor
Die Erdölreserven sind bekanntlich knapp. Eine Einschätzung, die nicht neu ist und schon vor langer Zeit eine Suche nach einem langfristig verfügbaren Kraftstoff ausgelöst hat. Mittlerweile sind sich Experten und Wissenschaftler einig, dem Wasserstoff gehört die Zukunft. Das hat der Automobilkonzern BMW schnell erkannt und ein neues Konzept entwickelt - die „CleanEnergy - BMW Energiestrategie“.
21.12.2004
Um die Wasserstofftechnologie weiterhin voranzutreiben hat der Automobilkonzern mit Partnern wie Aral, DaimlerChrysler, Ford, Linde und Opel im Juni 2002 die „CleanEnergy Partnership“ (CEP) gegründet. BMW beteiligt sich an dem Projekt mit dem Betrieb von Wasserstoff-Fahrzeugen. Schon im Herbst 2004 wurde im Rahmen der CEP die erste öffentliche Wasserstofftankstelle, integriert in den Alltagsbetrieb einer konventionellen Tankstelle, in Berlin eröffnet.
Stellt sich nun die Frage: Was hat der Wasserstoff, was herkömmliche Kraftstoffe nicht haben? In jahrelangen Forschungsarbeiten hat BMW Antworten gefunden, die nicht nur die Motorentechnik betreffen, sondern auch die Bereiche Gewinnung, Betankung und Speicherung. Der Wasserstoff ist bekanntlich ein Bestandteil von Wasser und dadurch Teil des biologischen Kreislaufs. Damit ist der Kraftstoff umweltverträglicher als die herkömmlichen Energiequellen und langfristig verfügbar. Bislang werden jährlich Weltweit mehr als 600 Milliarden Kubikmeter Wasserstoff produziert - hauptsächlich zur Herstellung von Kunstdünger und zur Synthese von Kunststoffen.
Die im Wasserstoff enthaltene Energie kann je nach Antriebssystem in zwei Energieformen umgewandelt werden, entweder durch den konventionellen Verbrennungsmotor oder über die sogenannte „kalte“ Verbrennung in einer Brennstoffzelle in elektrische Energie. BMW nutzt beide Varianten, bevorzugt aber die erste Möglichkeit, weil sie nach wie vor die meisten Vorteile hat. Um die zahlreichen Komfortfunktionen der Elektronik an Bord des Autos sicherzustellen, ist als Ersatz für den Generator die Brennstoffzelle vorgesehen.
Beim Tanken setzt BMW auf flüssigen Wasserstoff, denn die Energiedichte des flüssigen Treibstoffs ist doppelt so groß wie die des Gases. Der Ablauf dabei ist denkbar einfach, denn getankt wird wie mit Benzin- oder Dieselfahrzeugen. Die weltweit erste öffentliche „Robot-Tankstelle“ für flüssigen Wasserstoff gibt es am Münchner Flughafen. Per Tankkarte oder einer elektronischen Fernbedienung wird der flüssige Treibstoff in den Tank eingefüllt. Auch die Sicherheit eines Flüssigwasserstoff-Tanks unterscheidet sich nicht von einem Benzin- oder Dieseltank. Zahlreiche Tests des Automobilkonzerns zeigen, dass Wasserstoff genauso sicher eingesetzt werden kann wie Benzin.
Quelle: UD
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