Laternen als Ladestation für Elektroautos
Wissenschaftler der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig präsentierten auf der Messe SPS/IPC/DRIVES 2013 in Nürnberg ihr Forschungsprojekt zur E-Mobilität im Rahmen des "Schaufensters Elektromobilität". Die Wissenschaftler entwickeln ein Ladesystem für Straßenlaternen auf Open-Source-Basis, mit dem voraussichtlich 2014 eine Straße in Leipzig ausgerüstet werden soll. Ziel ist auch, die Grundlage für ein zukünftiges Ladenetz in Leipzig zu schaffen. Das Projekt wird von den Stadtwerken Leipzig koordiniert und läuft von 2012 bis 2015.
04.12.2013
Mitarbeiter Martin Leutelt erklärt: "Der Elektromobilitätsnutzer soll bei unserem System entweder über eine Smartphone-App, Ladekarte oder über ein TAN-Verfahren die Ladesäulen verschiedener Betreiber nutzen können. Die von uns geplante Ladeeinheit soll an alle vorhandenen Laternentypen passen und so Umrüstungen unnötig machen. Wir verwenden dafür einen embedded Computer - also einen nur kreditkartengroßen Rechner, der ins System 'eingebettet' ist. Dieser steuert dann auch den Ladevorgang - oder die Übertragung von Elektroenergie ins Stromnetz in Zeiten großen Energiebedarfs." Für dieses 'vehicle-to-grid'-Verfahren simulieren die Forscher das Verhalten des Stromnetzes, um so Chancen und Risiken einer Integration von Elektrofahrzeugen in das Energieverteilungsnetz zu analysieren. "Das Ziel ist, die Grundlage für ein zukünftiges Ladenetz in Leipzig zu schaffen", so Martin Leutelt.
Quelle: UD / fo
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