Alkohol-Treibstoff gar nicht so umweltfreundlich
Alkohol als Biotreibstoff verursacht zwar weniger CO2-Ausstoß, aber die Folgen eines großflächigen Anbaus der "treibstoffliefernden Pflanzen" bleiben dennoch äußerst problematisch, wie eine Studie von Forschern der Washington State University nun ergab. Zuckerrohr oder Getreide in großen Mengen angebaut, fügen dem Planeten zusätzlich großen Schaden zu, denn die Methoden reduzieren die Artenvielfalt und zerstören die Böden, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature.
01.08.2005
Allein das Abfackeln von geernteten Zuckerrohrfeldern - eine gängige Methode um die Felder zu säubern - bringt die angrenzende Vegetation in große Gefahren. Zuckerrohr wird unter Einsatz zahlreicher Pestizide und Düngemittel angebaut, das reinigen der Pflanzen verbraucht große Mengen von Wasser. "Bis zu 3.900 Liter Wasser werden zur Säuberung von einer Tonne Zuckerrohr benötigt", so Dias de Oliveira. Zusätzlich fällt die Ernte des Zuckers noch in die Trockenzeit. Das Abwasser hatte darüber hinaus die Ökologie des nahen Flusses bedroht. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch der Landwirtschafts-Experte David Pimentel von der Cornell University in Ithaca/New York. "Die Ethanol-Herstellung verbraucht mehr Energie als in einem Auto je gewonnen werden kann." Den Aussagen der Wissenschaftler widersprechen Studien der Argonne National Laboratory in Illinois und das US-Department of Agriculture.
"Ethanol ist keineswegs perfekt, aber es ist immerhin besser als Benzin bzw. Dieselöl", meint Monte Shaw, Sprecher der Renewable Fuels Association, einer in Organisation zur Förderung der US-Ethanol-Industrie. "Gründe dafür liegen darin, dass Materialien zur Herstellung von Treibstoffen verwendet werden, die ohnehin nach der Nahrungsmittel-Produktion übrig bleiben", so Shaw, der zu bedenken gibt, dass die Effizienz bei der Produktion von Ethanol stark zugenommen hat.
Quelle: pte
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