Rückkehr der AutoTram
Eine Straßenbahn, die keine Schienen braucht, sondern wie ein Bus über die Straßen fährt - ein neuartiges Fahrzeugkonzept macht es möglich. Die AutoTram kombiniert die Vorzüge von Bahnen und Bussen: Sie kann bis zu 300 Fahrgäste transportieren und ist dennoch so flexibel wie ein Bus. Weiterer Vorzug: Die AutoTram wird umweltfreundlich mit einer Brennstoffzelle angetrieben.
21.04.2005
Weitere Besonderheit der AutoTram: Das Fahrzeug fährt mit Brennstoffzellenantrieb. Energie für die Fahrmotoren liefert eine 80 kW Brennstoffzelle der Ballard Power Systems AG - ähnlich wie beim F-Cell von DaimlerChrysler. Obwohl die AutoTram etwa 14mal schwerer
ist als die F-Cell Fahrzeuge, ist die Größe des mit Wasserstoff betriebenen Aggregats für maximalen Fahrtkomfort völlig ausreichend. Hierbei setzen die Forscher auf altbewährte Technik aus den Niederlanden. Bereits seit 20 Jahren arbeitet Centre for Concepts in Mechatronics CCM Nuenen an rotierenden Speichersystemen und hat kürzlich mit dem RoV II ein für mobile Anwendungen geeignetes, sehr kompaktes und sicheres System vorgestellt. Seine hohe Energiedichte und faktisch unbegrenzte Zyklenfestigkeit gaben den Ausschlag, die Schwungradtechnologie gegenüber Ultrakondensatoren und Hochleistungsbatterien vorzuziehen.
Ein ausgeklügeltes Energiemanagement steuert die Leistungsabgabe der Bennstoffzelle und garantiert eine optimale Betriebsstrategie des Antriebsystems. Dank der hohen Effizienz der Brennstoffzelle sowie durch die Bremsenergierückgewinnung lässt sich der Kraftstoffverbrauch deutlich senken. Die AutoTram benötigt bis zu 25 Prozent weniger Treibstoff als die bisher gängigen Stadtbusse. Das schont nicht nur die zukünftigen Betriebshaushalte der Verkehrsunternehmen, sondern auch die Umwelt: lediglich Wasserdampf entweicht als Abgas in die städtische Luft.
Quelle: UD
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