350 Euro für Rußfilter
Für Diesel-Fahrzeuge mit Rußfilter gibt es ab kommendem Jahr bis zu 350 € Steuernachlass. Darauf einigten sich Finanzminister Eichel und Umweltminister Trittin in einem Gespräch mit Bundeskanzler Schröder. Die Bundesregierung will mit einer steuerlichen Förderung für eine rasche Markteinführung von Diesel-PKW mit Rufspartikelfiltern sorgen.
03.02.2005
In den letzten Zeit war der Druck auf die Berliner Regierung massiv gestiegen. Umweltverbände und Opposition kritisierten einhellig, dass die Umsetzung der EU-Verordnung hinauszögere. Birgit Homburger, umweltpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion klagt: „Das Gespräch zwischen Bundesfinanzminister, Bundesumweltminister und Bundeskanzler ist eine weitere rot-grüne Showveranstaltung, denn nach wie vor ist alles offen: Die EURO-V-Grenzwerte stehen nicht fest.“
Lob gab es dagegen von Umwelt- und Automobilverbänden. "Der Kompromiss zeigt, dass der von der Allianz Kein Diesel ohne Filter erzeugte Druck Wirkung zeigt. Finanzminister Eichel musste seine monatelange Totalblockade aufgeben, um die Glaubwürdigkeit des Kanzlers nicht weiter zu beschädigen,“ freute sich DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch. “Wir begrüßen, dass mit der heutigen Entscheidung der Bundesregierung der Markt nun endlich Klarheit bekommt. Wir gehen davon aus, dass Diesel mit Filter damit noch rascher in den Markt kommen, sagte Bernd Gottschalk, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Er fügte hinzu: “Die deutsche Automobilindustrie ist darauf vorbereitet: Acht von zehn in Deutschland im Jahr 2004 verkauften Dieselfahrzeugen mit Partikelfilter stammen von deutschen Herstellern, nur zwei von französischen. Das Angebot an Dieselfahrzeugen mit Filter deutscher Hersteller wird systematisch erweitert.
Quelle: UD
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