Wirtschaft & Strategie

Kreislaufwirtschaft als Wettbewerbsvorteil

Die chemisch-pharmazeutische Industrie steht vor der Herausforderung, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, Abhängigkeiten von Rohstoffen und Lieferketten zu reduzieren und die Anforderungsprofile an die Arbeitsplätze von morgen zu entwickeln. Das sind die Themen, mit denen die Nachhaltigkeitsinitiative Chemie3 heute ihre bundesweite „Roadshow zur Kreislaufwirtschaft“ startet. Die Veranstaltungen stehen unter dem Motto „Zirkuläres Wirtschaften als Chance in herausfordernden Zeiten“ und richten sich an Unternehmen und Arbeitnehmervertretungen der Branche.

27.07.2026

Kreislaufwirtschaft als Wettbewerbsvorteil

Globale Unsicherheiten, volatile Märkte und steigende Abhängigkeiten von internationalen Lieferketten erfordern von den Unternehmen der Chemie- und Pharmabranche neue Antworten: Die Kreislaufwirtschaft eröffnet neue Perspektiven für Geschäftsmodelle, Ressourceneffizienz und Beschäftigung.

Genau hier setzt das Chemie3-Format an: Es zeigt konkrete Lösungsansätze auf, fördert den Erfahrungsaustausch und bringt unterschiedliche Perspektiven zusammen. Die Reihe verbindet Fachvorträge, Praxisbeispiele, Roundtables zur Vertiefung der Veranstaltungsinhalte und weitere Austauschformate mit regionalen Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsnetzwerken. Ziel ist es, die Chancen der Kreislaufwirtschaft in ihrer Breite zu beleuchten und unterschiedlichen Ansätzen zusätzlichen Schub zu verleihen. Nach dem Auftakt in Stuttgart folgen weitere Stationen in Frankfurt am Main, Hannover, Bayern sowie weiteren Regionen Deutschlands.

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„Kreislaufwirtschaft ist weit mehr als ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität. Sie ist ein strategischer Ansatz, um Ressourcen intelligenter zu nutzen, Innovationen voranzutreiben sowie Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz unseres Standorts zu stärken“, sagt Matthias Belitz, Bereichsleiter für Nachhaltigkeit, Energie und Klimaschutz beim VCI. „Gerade die chemisch-pharmazeutische Industrie kann einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, weitere Stoffkreisläufe zu schließen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.“

Auch die Perspektive der Beschäftigten spielt eine zentrale Rolle. Dazu erläutert Dr. Matthias Opfinger, Abteilungsleiter Wirtschaftspolitik bei der IGBCE: „Die Transformation zur Kreislaufwirtschaft kann nur gelingen, wenn sie gemeinsam mit den Beschäftigten gestaltet wird. Dafür benötigen wir Qualifizierung, Weiterentwicklung von Kompetenzen und attraktive Rahmenbedingungen für die Arbeitsplätze von morgen.“

Dr. Andreas Ogrinz, Geschäftsführer Fachkräfte, Innovation, Europa beim BAVC, betont: „Die Technologien für eine zirkuläre Wirtschaft entstehen nicht im Labor allein. Sie brauchen Unternehmen, die den Mut haben, neue Wege zu gehen, und starke Partner entlang der Wertschöpfungskette. Die Chemie3-Reihe zur Kreislaufwirtschaft schafft genau diesen Raum für Austausch. Denn die großen Innovationssprünge gelingen dort, wo Forschung, Industrie und Beschäftigte gemeinsam an Lösungen arbeiten.“

Quelle: UD/pm
 

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