Mit Papayasamen Wasser reinigen
Eines der weltweit größten Probleme ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser. Aus diesem Grund sind billige, einfach vor Ort herzustellende und zur Reinigung verschmutzter Gewässer geeignete Stoffe von großem Interesse. Prof. Dr. Andreas Taubert und sein Team von der Universität Potsdam stellten jetzt ein derartiges Material her.
12.07.2013
An der Universität Potsdam hat nun ein Team um Andreas Taubert, Professor für Supramolekulare Chemie und Anorganische Hybridmaterialien, in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung ein neues, preiswertes, einfach zu produzierendes Kompositmaterial zur Reinigung von Trinkwasser hergestellt. Das Material hat eine sehr hohe Affinität zu Nickel und Cadmium, zwei gesundheitsschädlichen Schwermetallen, die in mit Industrieabwässern belasteten Flüssen in hohen Konzentrationen auftreten. Es handelt sich um eine Kombination von Papayasamen und einem Tonmineral, beides in großen Mengen verfügbar. Nach einer geeigneten Wärmebehandlung liefern diese Bestandteile ein Material, das in der Lage ist, die Konzentrationen von Nickel und Cadmium unter die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegten Grenzwerte zu senken. Die einfache Herstellung, die praktisch unendliche Verfügbarkeit der Rohstoffe und die Tatsache, dass sich die Materialien recyceln lassen, macht sie attraktiv für die einfache, schnelle und lokal verfügbare Wasserreinigung. Prof. Dr. Andreas Taubert ist davon überzeugt, „dass ähnliche Materialien im Prinzip auch in der Lage sein sollten, Verunreinigungen, wie sie im Moment im südlichen Brandenburg auftreten, zu beseitigen“.
Quelle: UD / fo
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