Neues Verfahren verwandelt Stroh in Papier
Das taiwanesische Unternehmen YFY Corp. hat ein Verfahren entwickelt, das Stroh in Papier umwandelt. Die Forscher haben die aktuelle Lage der chinesischen Landwirtschaft analysiert und auf Basis aktueller Zahlen geforscht. Denn: In der Volksrepublik werden jährlich rund 600 Mio. Tonnen Stroh, das vom Ackerbau übrig bleibt, verschwendet. 90 Prozent davon wird verbrannt, um die Felder für das nächste Jahr vorzubereiten. Zudem entstehen durch die Verbrennung Abgase, die zur Erderwärmung beitragen.
20.07.2012
„Enzyme werden in der Papierherstellung schon lange eingesetzt. Es ist aber bislang nicht gelungen ein konkurrenzfähiges Produkt auf den Markt zu bringen. Das größte Problem ist die Logistik. Stroh muss unter dem Dach gelagert werden, sonst verfault es. Die Produktion von Papier aus Holz ist weniger kompliziert. Sollte es den Forschern in China gelungen sein, diese Probleme zu umgehen, könnte das die Papier-Industrie verändern", sagt Klaus Zettel von Austropapier.
YFY erwartet sich bis 2020 einen Anstieg des weltweiten Bedarfs an Papier von insgesamt mehr als 490 Mio. Tonnen. Mit der neuen Technologie könnte sich der Konzern in China die gigantischen Ressourcen an landwirtschaftlicher Stroh-Biomasse zunutze machen.
Quelle: UD / pte
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