Abgase: Neuer Ansatz zielt auf Innenstädte ab
Das vor drei Jahren aus dem Technologiezentrum Polo Tecnologico di Navacchio hervorgegangene Start-up IsTech hat ein innovatives Verfahren zur Bekämpfung der Luftverschmutzung entwickelt. Mithilfe des patentierten "Air Pollution Abatement" kann die vor allem durch den städtischen Nahverkehr belastete Atemluft wirksam von Feinstaub und anderen Schadstoffen befreit werden.
07.05.2012
Das einem elektrischen Durchlauferhitzer ähnliche Gerät wird derzeit im Stadtzentrum von Rom auf seine Alltagstauglichkeit getestet. "Um die Atemluft der Innenstädte von Rom oder Mailand auf vorindustrielle Werte zu reinigen, müssten jeweils 10.000 solcher Anlagen an den Straßenrändern installiert werden", so der italienische Erfinder. Es handle sich um eine für größere Stadtverwaltungen ohne weiteres erschwingliche Investition. Denkbar sei auch eine Lösung, wonach sie vorerst nur die Herstellungskosten übernehmen.
In fast allen größeren italienischen Städten gibt es jedes Jahr vor allem in der kälteren Jahreszeit regelmäßigen Smogalarm. In den Innenstädten von Mailand und Turin wird der in Europa zugelassene Höchstwert von 50 Mikrogramm Feinstaub je Kubikmter Luft an 16 Tagen und mehr überschritten. In Rom ist laut der Umweltvereingung Legambiente die Qualität der Atemluft an zwei von drei Tagen unter der Mindestnorm. Sperrungen und Fahrverbote sind neben Carpooling, Carsharing und Elektromobilität an der Tagesordnung.
Quelle: UD / pte
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