Coke aus Luft? Luftfeuchtigkeit als Trinkwasserquelle
Aqua Society plant eigenen Angaben zufolge für Coca-Cola India ein Pilotprojekt zur Wassergewinnung aus der Luft. Eine Machbarkeitsstudie für eine bestehende Abfüllanlage in Südindien soll jetzt abklären, zu welchem Anteil das für die Produktion von Softdrinks benötigte Wassers durch die von Aqua Society entwickelte Technologie gedeckt werden kann.
09.11.2005
Derzeit fokussiere man noch stark auf Gebäude, die klimatisiert werden müssen. Das dabei anfallende "Nebenprodukt" Trink- oder Brauchwasser biete aber angesichts der verschärften Wasserproblematik ein enormes zukünftiges Potenzial. "Mit rund 5.000 Quadratkilometern enthält die Atmosphäre in Form von Luftfeuchtigkeit rund zehnmal mehr Wasser als alle Flüsse und Süßwasserspeicher der Erde zusammen", so Hamm. Werde diese bisher ungenutzte Ressource auch nur in geringem Ausmaß erschlossen, könnten in manchen Regionen große Teile des Wasserbedarfs gedeckt werden.
Angesprochen auf den anfallenden Energieaufwand, der zur Gewinnung des Wassers benötigt wird, gibt Hamm zu, dass man mit alternativ eingesetzten Technologien wie Meerwasser-Entsalzungsanlagen noch nicht ganz mithalten könne. Mit einem neu entwickelten Energiemodul sei man allerdings in der Lage, den Energieaufwand um 50 Prozent reduzieren zu können. Damit komme man vom Kostenaufwand (rund drei Cent pro Liter Trinkwasser) an andere Techniken der Trinkwassergewinnung schon sehr nahe heran. Durch die Kombination von Klimatechnik mit Wassergewinnung könne man in jedem Fall aber ein gebäudetechnisches Gesamtkonzept anbieten, dass gerade in Regionen mit entsprechender Luftfeuchtigkeit eine optimale Lösung darstelle, so Hamm.
Quelle: UD / pte
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