Mehr Verbraucher-Aufklärung über Umweltfreundlichkeit von Getränkeverpackungen
Verbraucher benötigen mehr Informationen, welche Getränkeverpackung umweltfreundlich ist und welche nicht. Sie sehen hier den Lebensmitteleinzelhandel ebenso in der Pflicht wie die Getränkehersteller. Notwendig sind nach Auffassung der VERBRAUCHER INITIATIVE einfache und klare Informationen. Neun Jahre nach Einführung des „Dosenpfandes“ sind viele Verbraucher verunsichert und wissen nicht, welche Getränkeverpackung als „ökologisch vorteilhaft“ gilt und welche nicht.
05.06.2012
„Bestätigt hat sich auch der sogenannte Pfandirrtum“, so Georg Abel, Bundesgeschäftsführer der VERBRAUCHER INITIATIVE. So wurden beispielsweise Annahmen geäußert, dass die Pfandhöhe eine Messlatte für die Umweltfreundlichkeit der Verpackung sei, nach dem Motto „Je höher das Pfand, desto besser für die Umwelt.“
Mehrweglabel und Kennzeichnungen pfandpflichtiger Einwegverpackungen auf der Verpackung tragen eher nicht zur Verbraucheraufklärung bei: Wer sie nicht kennt und selbstständig Hintergrundinformationen einholen muss, für den versagen die aufklärenden Funktionen von Labels. Deswegen wünschen sich die meisten Befragten für ihren umweltfreundlichen Einkauf Zusatzinformationen in den Supermärkten und von den Herstellern. Gefragt sind dabei Informationen über die Rohstoffe, aus denen Verpackungen hergestellt sind, sowie über CO2-Emissionen und Recycling.
„Der Einzelhandel spielt hier eine zentrale Rolle - das Angebot im Getränke- oder Supermarkt muss stimmen. Werden nur Einweg-Kunststoffflaschen angeboten, fehlt die Wahlmöglichkeit“, so Georg Abel. Mit dem „VerpackungsBarometer“ möchte die VERBRAUCHER INITIATIVE deshalb Konsumenten dazu motivieren, mehr auf ökologische(re) Verpackungen zu achten. Der Bundesverband will auch den Dialog mit dem Einzelhandel in Deutschland suchen und Verpackungskonzepte des Handels konstruktiv-kritisch begleiten.
Quelle: UD / pm
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