Greenpeace präsentiert neuen Einkaufsratgeber
Greenpeace bietet ab sofort den aktualisierten Einkaufsratgeber „Essen ohne Gentechnik" an. Er zeigt, welche Lebensmittelhersteller und Handelsketten derzeit Gentechnik vermeiden. Nun macht auch die größte deutsche Handelskette erste Schritte: Edeka-Nord stellt dazu in Pinneberg bei Hamburg seine neue Eigenmarke „Unserer Heimat" mit Milchprodukten vor, die das Siegel „ohne Gentechnik" tragen.
14.09.2010
Eier, Milch und Fleisch von Tieren, die gentechnisch veränderte Pflanzen gefressen haben, müssen im Gegensatz zu direkten Inhaltsstoffe nicht gekennzeichnet werden. Hier hilft der Greenpeace-Einkaufsratgeber. Er zeigt, welche Unternehmen bereits Gen-Pflanzen vermeiden und welche dies planen. Aber er nennt auch jene, die keine Gentechnikfreiheit garantieren wollen wie beispielsweise „Du darfst" von Unilever.
„Unser Ratgeber ist mit einer Auflage von inzwischen 3,2 Millionen Exemplaren ein großer Erfolg, der auch die Unternehmen nicht kalt lässt", sagt Kamradt. Immer mehr Milchprodukte werden durch die Aufklärungsarbeit von Greenpeace ohne Gen-Pflanzen in der Fütterung hergestellt. Der größte Teil der Geflügelindustrie setzt auf gentechnikfreie Futterpflanzen. Aber viele Unternehmen weigern sich weiterhin, den Kunden gentechnikfreie Lebensmittel anzubieten. Weihenstephan von Müllermilch, Bärenmarke und Danone wollen keine gentechnikfreie Fütterung zusichern. Viele Lebensmittelhersteller behaupten, die Umstellung auf gentechnikfreies Futter sei nicht möglich. Doch es gibt ausreichend Ware. Zudem können Hersteller mit Ihrer Nachfrage auf dem Futtermittelmarkt dafür sorgen, dass das Angebot noch größer wird.
Die Freisetzung genmanipulierter Pflanzen auf Feldern gefährdet vor allem die Umwelt und die langfristige Sicherung der Ernährung. Die Genmanipulation von Pflanzen ist eine Risikotechnologie. Durch den Eingriff in die Pflanze können unerwünschte Stoffe mit riskanten Nebenwirkungen entstehen. Zudem wird Gen-Soja stärker gespritzt als herkömmliche Soja. Die giftigen Pestizide können das Trinkwasser verunreinigen und bedrohen die Pflanzenvielfalt.
Quelle: UD / na
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