Nur ein Drittel der Deutschen akzeptiert höhere Preise für „grüne“ Produkte
Biogemüse, Biofleisch, nachhaltig produzierte Biobaumwolle - aber bitte vom Discounter. Sechs von zehn Deutschen achten auf nachhaltig hergestellte Produkte, aber nur 35 Prozent sind bereit, auch mehr dafür zu bezahlen. Dies ergab eine international durchgeführte Studie des Marktforschungsinstituts Ipsos.
16.12.2013
Vor allem in Deutschland zeigt sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem Alter und der Einstellung zur Nachhaltigkeit. Je älter die Bürger sind, umso wichtiger ist es: Mehr als zwei Drittel der 50 bis 64-Jährigen achten auf nachhaltig produzierte Waren. Die Zahlungsbereitschaft verhält sich dagegen umgekehrt: Während 31 Prozent der Älteren auch mehr für diese Produkte zahlen würden, sind es 38 Prozent der bis 35-Jährigen.
Argentinien und Indonesien achten besonders auf Nachhaltigkeit
In Europa bilden die Polen das Schlusslicht, nur vier von zehn Bürger dort legen Wert auf „grüne“ Produkte, jeder Fünfte würde mehr dafür zahlen. Weltweit interessieren sich die Japaner am wenigsten für nachhaltig produzierte Waren (17%), und nur 13 Prozent würden auch mehr dafür zahlen. Die Bevölkerung in Argentinien dagegen achtet weltweit am meisten auf umweltverträgliche Produktion, sieben von zehn Bürgern dort ist dies wichtig, aber nur jeder Zweite würde auch mehr dafür bezahlen. Ein ausgewogenes Verhältnis dagegen zeigt sich in Indonesien: Zwei Drittel der Bürger sind für Nachhaltigkeit und 59 Prozent wären bereit, mehr dafür zu bezahlen. Dort wird offensichtlich bereits akzeptiert, dass diese Produkte einen gewissen Preis haben müssen.
Quelle: na
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