Keine Zunahme bei Mobilfunkkonflikten
Trotz intensiven Netzausbaus konnte ein weiterer Anstieg von Konfliktfällen mit betroffenen Bürgern vermieden werden. Dieses ist die zentrale Botschaft des 4. Jahresberichts der Mobilfunkbetreiber zur Umsetzung ihrer Selbstverpflichtung. Die Verfasser des Gutachtens führen dies auf eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Betreibern und Kommunen zurück. Andererseits sei es aber auch nicht gelungen, die Zahl der Konfliktfälle wesentlich zu verringern.
24.04.2006
Im Laufe des Jahres werden die von den Mobilfunknetzbetreibern finanzierten transportablen Monitoring-Stationen ihren Betrieb aufnehmen. Sie werden elektromagnetische Felder im gesamten heute genutzten Frequenzspektrum vermessen. Die so gewonnenen Daten werden in der Standort-Datenbank der Bundesnetzagentur veröffentlicht. Auch das von den Betreibern und dem Bundesumweltministerium je zu Hälfte finanzierte Mobilfunk-Forschungsprogramm hat erheblich zur Entspannung von Konflikten beigetragen. Im Rahmen dieses Programms werden noch bestehende Unsicherheiten über gesundheitliche Folgen des Mobilfunks untersucht.
Das Programm wird voraussichtlich Ende 2007 nach Abschluss aller Projekte unter Einbeziehung internationaler Forschungsergebnisse ausgewertet. Verbraucher können selbst erheblich zur Reduzierung der individuellen Strahlenbelastung durch Kauf eines Handys beitragen, das den für die Vergabe des blauen Engels maßgeblichen SAR-Wert von 0,6 W einhält. Das Bundesamt für Strahlenschutz bietet auf seiner Internetseite (www.bfs.de) eine Übersicht aktueller Mobilfunktelefonen, die diesen Wert einhalten, an.
Quelle: UD
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