Die Macht der großen Konsumenten
Großverbraucher wie Behörden, Unternehmen, internationale Organisationen oder Schulen haben weitaus größeren Einfluss auf einen nachhaltigen Konsum als private Einzelkonsumenten. Darauf weist das Worldwatch-Institut in einer neuen Untersuchung hin.
22.08.2003
Die Studie "Purchasing Power" macht deutlich, dass die Beschaffungsmodalitäten von Großverbrauchern darüber bestimmen, mit welchen Produkten Hunderte oder Tausende von Menschen tagtäglich umgehen. Zudem haben die Autoren untersucht, wie Großverbraucher durch gezielten Kauf von umweltverträglichen Produkten den gesamten Markt beeinflussen können. Beispielsweise habe US-Präsident Bill Clinton im Jahr 1993 die Vorgabe erlassen, dass alle Regierungsstellen nur noch Computer anschaffen, die wegen ihres niedrigen Energieverbrauchs mit dem amerikanischen Gütezeichen "Energy Star" ausgezeichnet sind. Das hat laut Worldwatch dazu geführt, dass heute 95 Prozent aller Monitore, 80 Prozent aller Computer und nahezu alle Drucker, die in den USA verkauft werden, den "Energy Star"-Standards entsprechen.
Quelle: RNE
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