Dokumentensicherung mit biologischen Farbpigmenten
Technisch aufwändig gestaltete Sicherheitsdokumente können heute dank hochwertiger Farbkopierer, Scanner und Drucker leicht reproduziert und damit auch gefälscht werden. Immer neue Schutzverfahren werden eingesetzt - zumindest für Dokumente höchster Sicherheitspriorität wie Pässe und Banknoten.
21.04.2003
Die photochromen Eigenschaften des Materials verhindern das farbtreue Scannen oder Kopieren eines damit geschützten Dokuments, da das dafür notwendige Licht noch während des Scan-Vorgangs die Farbe des Materials ändert. Um das Biomaterial auf zu schützende Dokumente aufbringen zu können, wurden bereits Druckfarben für z.B. Sieb- und Tampondruck entwickelt.
Die Funktionalität des Biomaterials ist damit noch nicht ausgeschöpft: Dasselbe Pigment kann auch für die optische Datenspeicherung verwendet werden. Auf einer Kreditkarte lassen sich z.B. mehrere Megabyte Daten problemlos speichern und - für den Nutzer ebenso von Bedeutung - optisch zuverlässig verschlüsseln.
Durch die Kombination des photochromen Farbwechsels und die Möglichkeit zur optischen Datenspeicherung ist eine völlig neuartige Funktionsplattform entstanden, die gegenwärtig als konkurrenzlos zu bezeichnen ist. Während der Farbwechsel vom Nutzer unmittelbar erkennbar ist, können die optisch gespeicherten Datenmengen nur mittels geeigneter Terminals geschrieben und gelesen werden.
Quelle: UD
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