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Grüne Visitenkarte: Vorgarten frühlingsfit machen

Mit den ersten warmen Tagen im Frühling beginnt für viele Menschen die Gartensaison. Der Vorgarten bietet großes Potenzial, um das eigene Zuhause klimaresilienter zu gestalten. Wer Schotter und Pflaster durch Pflanzen, Rasen und durchlässige Wege ersetzt, macht sein Grundstück nicht nur schöner, sondern verbessert auch das Mikroklima. „Ein naturnah gestalteter Vorgarten ist pflegeleicht, kühlt die Umgebung und hilft, Starkregen besser versickern zu lassen“, erklärt Norbert Strauß, Referent in der Gruppe Klimaanpassung der Verbraucherzentrale NRW.

06.04.2026

Grüne Visitenkarte: Vorgarten frühlingsfit machen

Wenn der Vorgarten zur Hitzefalle wird

Viele Vorgärten bestehen noch immer aus Pflaster- oder Schotterflächen mit deutlichen Nachteilen für Mensch und Umwelt. Solche Flächen speichern Wärme, geben sie nachts wieder ab und verschlechtern das Mikroklima rund ums Haus. Weil Regenwasser kaum versickern kann, steigt das Risiko von Überschwemmungen bei Starkregen. Zusätzlich bieten Stein- und Betonflächen weder Nahrung noch Lebensraum für Insekten und andere Tiere. Auch die Aufenthaltsqualität vor dem Haus leidet, denn graue Flächen wirken trostlos und monoton statt einladend und lebendig.

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Durchlässige Wege lassen Wasser versickern

Wege oder Stellplätze lassen sich mit sogenannten versickerungsfähigen Belägen klimaangepasst und optisch ansprechend anlegen. Durch Rasengittersteine oder Pflaster mit breiten Fugen kann Regenwasser besser im Boden versickern und die Kanalisation entlasten. Begrünte Zwischenräume mit Rasen oder trittfesten Pflanzen können die natürliche Wasseraufnahme zusätzlich fördern. Der Frühling bietet ideale Bedingungen, um solche Flächen neu anzulegen, da Boden und Temperaturen ideale Bedingungen für die neue Begrünung bieten.

Stauden und Gehölze schaffen Struktur und Vielfalt

Mehrjährige Stauden, niedrige Gehölze und blühende Bodendecker schaffen einen attraktiven und pflegeleichten Vorgarten. Unterschiedliche Pflanzenhöhen geben Struktur und Tiefe, während ihre Blütezeiten für Farbe und Nahrung für Insekten sorgen. Wichtig ist, Pflanzen zu wählen, die zum Standort passen, also Sonneneinstrahlung, Schatten und Bodenbeschaffenheit berücksichtigen. Durch die Kombination robuster und klimaangepasster Arten bleibt der Garten auch in trockenen Sommern vital.

Bäume und Sträucher als natürliche Klimaanlage

Kleine Gehölze oder Bäume können im Vorgarten eine große Wirkung entfalten. Sie spenden Schatten, verbessern die Aufenthaltsqualität für Anwohnerinnen und Anwohner und Vögel und nehmen Regenwasser auf. Gleichzeitig kühlen sie ihre Umgebung durch Verdunstung, ein Effekt, der an heißen Sommertagen deutlich spürbar ist. Gerade in dicht bebauten Wohngebieten entstehen im Sommer häufig sogenannte Hitzeinseln, in denen sich die Wärme staut und die Umgebung auch nachts aufgeheizt bleibt. Bäume und größere Sträucher können diese Wärmebelastung deutlich reduzieren. Bei der Auswahl lohnt es sich, auf heimische oder besonders klimaresiliente Arten zu achten, da sie meist besser mit trockenen Sommern und wechselnden Wetterbedingungen zurechtkommen.

Quelle: UD/pm
 

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