Ökolandbau ist kein Klimaretter
Mit 133 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr stößt die deutsche Landwirtschaft fast ebenso viel Treibhausgase aus wie der Straßenverkehr. Durch Umstellung auf Ökolandbau könnten durchschnittlich 15 bis 20 Prozent der Treibhausgase in der Landwirtschaft eingespart werden. Diese Reduktion allein reicht aber nicht aus, denn langfristig muss der Ausstoß von Klimagasen um mehr als 50 Prozent sinken. Zudem würde eine vollständige Umstellung auf Ökolandbau 70 Prozent mehr Fläche erfordern, etwa 10 Millionen Hektar.
01.09.2008
Auf entwässerten Moorböden und Feuchtwiesen macht Landwirtschaft nur acht Prozent der genutzten Fläche aus, doch hier entstehen rund 30 Prozent aller Treibhausgase. Der Grund: Intakte Moore wirken wie ein Tresor, in dem Klimagase sicher weggeschlossen sind. Werden Moore entwässert, kommt der Torfboden in Kontakt mit Sauerstoff und zersetzt sich. Dabei entstehen hochwirksame Klimagase. "Die Agrarpolitik muss deshalb handeln und die weitere Entwässerung der Moore für die Landwirtschaft stoppen", forderte Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung. "Moorschutz ist Klima- und Naturschutz gleichzeitig. Moore sind für Wildtiere da - und nicht für die Landwirte."
Für Verbraucher nennt die Studie den Klimaeffekt verschiedener Lebensmittel. Nicht immer ist die Klimabilanz von Bio-Lebensmitteln besser als bei herkömmlicher Produktion. Bio-Fleisch aus der Rindermast etwa kann bis zu 60 Prozent mehr CO2 verursachen als konventionell hergestelltes. "Das Biosiegel liefert keinen ausreichenden Hinweis für einen klimafreundlichen Konsum von Lebensmitteln", sagte foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode. Ausschlaggebend sei vielmehr die Ernährungsweise, nämlich wie viel Rindfleisch und Milchprodukte der Einzelne verzehrt. Die Herstellung von einem Kilogramm konventionellen Schweinefleisch verursacht so viel CO2 wie ein Mittelklassewagen, der 26 Kilometer fährt. Ein Kilogramm herkömmliches Rindfleisch aus der Mast schädigt das Klima wie eine 71-Kilometer-Fahrt.
Quelle: UD
Redaktioneller Hinweis zur Transparenz: In unserer redaktionellen Arbeit nutzen wir KI-gestützte Werkzeuge – unter anderem für Recherche, Texterstellung, Lektorat, SEO-Optimierung, Zusammenfassungen, Übersetzungen und Social-Media-Beiträge. Die redaktionelle Verantwortung für alle Inhalte liegt bei UmweltDialog. Bei eingereichten Gastbeiträgen kann KI ebenfalls zum Einsatz gekommen sein.