BUND fordert, ab 2013 alle Zertifikate zu versteigern
"Klimakiller bitte zur Kasse. Keine Geschenke für Stromkonzerne!" - mit dieser Botschaft auf ihrem Transparent demonstrierten Mitarbeiter des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am Reichstag für die komplette Versteigerung der Zertifikate für CO2-Emissionen.
22.06.2007
Um für einen wirksamen Klimaschutz zu werben, veranstaltete der BUND vor dem Reichstag eine symbolische Versteigerung von CO2-Emissionszertifikaten. Timm: "Wer das Klima schädigt, muss dafür zur Kasse gebeten werden. Die Energiekonzerne haben schon zu lange zu viele Milliarden Euro mit den kostenlos erhaltenen Emissionszertifikaten eingestrichen. Es ist an der Zeit, dass diese ungerechtfertigten Profite abgeschöpft und für den Klimaschutz verwendet werden."
Die Bundesregierung sei nun gefordert, sich auf EU-Ebene für die komplette Versteigerung der CO2-Emissionszertifikate ab dem Jahr 2013 einzusetzen. Nur dann werde der Missbrauch des Emissionshandels zur Förderung von Kohlekraftwerken ein Ende finden. Der BUND fordert, dass alle Kraftwerke je Kilowattstunde die gleiche Anzahl Zertifikate erhalten. Als maximal anzurechnenden CO2-Ausstoß pro Kilowattstunde schlägt der BUND 500 Gramm vor. Effiziente Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen und Gaskraftwerke könnten dann überschüssige Zertifikate verkaufen. Dies wäre ein wichtiger Investitionsanreiz für mehr Klimaschutz.
Quelle: UD
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