Ohne Deutschland ist Klimaschutz in Gefahr
Ohne ein klares Bekenntnis Deutschlands zum Klimaschutz sind die internationalen Bemühungen zur Stabilisierung des Klimas in Gefahr. Aus diesem Grund appelliert Greenpeace in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), sich während der EU-Ratspräsidentschaft zu einer nationalen Reduktion der Treibhausgase von 40 Prozent bis 2020 zu verpflichten, ohne dies an anderweitige Bedingungen zu knüpfen. Anlass ist die Parlamentsdebatte über die Ziele der deutschen EU-Ratspräsidentschaft.
18.12.2006
Dazu ist es wichtig, als ersten Schritt die Forderungen der EU-Kommission zum deutschen Nationalen Allokationsplan II zu akzeptieren. Greenpeace fordert in seinem Brief die Bundeskanzlerin auf, ihren Umweltminister Sigmar Gabriel zu einer Annahme der EU-Änderungen bis zum 31. Dezember zu bewegen. Der deutsche Verteilungsplan ist in zentralen Punkten von der EU-Kommission
zurückgewiesen worden. Sie kritisiert zu Recht, dass die Reduktionsziele nicht den internationalen Abmachungen im Kyoto-Protokoll entsprechen, dass Deutschland die Emissionsentwicklung fehlerhaft einschätzt und dass ausgewählte Unternehmen ungerechtfertigt bevorzugt werden.
"Es stimmt nicht, dass die Vorgaben der EU der deutschen Wirtschaft schaden", weist Smid Vorwürfe von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos zurück. "Das Gegenteil ist der Fall: Versäumen wir es, heute in Klimaschutz zu investieren, wird uns das morgen teuer zu stehen kommen. Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen, vor der die Menschheit heute steht."
Quelle: UD
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