Ozonschicht erholt sich langsam
Die Ozonschicht der Erde erholt sich allmählich, weil weltweit immer weniger für die Ozonschicht schädliche Stoffe verwendet werden. „Das ist der Erfolg einer beispiellosen internationalen Zusammenarbeit“, sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel aus Anlass des „Internationalen Tags der Ozonschicht“. Dieses Datum ist der Jahrestag der Unterzeichnung des Montrealer Protokolls, das den Grundstein für die Rettung der lebenserhaltenden stratosphärischen Ozonschicht gelegt hat.
22.09.2006
Die Ozonschicht schützt das Leben auf der Erde vor der schädlichen ultravioletten Sonnenstrahlung. Eine Ausdünnung der Ozonschicht führt unter anderem zu einer Zunahme von Hautkrebs. „Wir dürfen uns nicht auf dem bisher Erzielten ausruhen, denn die Forschungsergebnisse der jüngsten Zeit zeigen, dass die Ozonschicht noch immer sehr verwundbar ist“, mahnte Gabriel. Es ist deshalb beispielsweise erforderlich, sowohl den Zeitplan für den Ausstieg aus dem Bodenbegasungsmittel Methylbromid als auch aus den teilhalogenierten FCKW in den Entwicklungsländern zu beschleunigen, so der Bundesumweltminister weiter.
Gefahr droht der Ozonschicht auch durch die zunehmende Erderwärmung, denn sie verstärkt die schädliche Wirkung der in der Vergangenheit emittierten und nun in der Stratosphäre angelangten Stoffe. Dieser Effekt zeigt sich insbesondere in der nördlichen Halbkugel, wo in den letzten Jahren sogar eine starke Zunahme des Ozonabbaus zu beobachten ist. „Einmal mehr zeigt sich, dass wir globale Umweltprobleme nicht isoliert voneinander betrachten dürfen. Und das ist noch ein Argument mehr für einen konsequenten Klimaschutz“, so Gabriel.
Quelle: UD
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