Klimakiller Luftfahrt?
Der weltweite Ausstoß an Treibhausgasen steigt weiter rasant an. Und das, obwohl Emissionshandel und Kyoto-Abkommen seit einem Jahr in Kraft sind. Die EU hat als einen Schuldigen die Luftfahrt ausgemacht und plant, die europäischen Airlines stärker in die Pflicht zu nehmen. Ein genauer Blick zeigt aber, dass das Problem komplizierter ist.
22.12.2005
Eine Lösung wäre hier der Emissionshandel. Dann müssten die europäischen Airlines für jede Tonne CO2-Ausstoß Kompensationen nachweisen oder eben zahlen. Rund 20 /t CO2-Ausstoß wären das derzeit. Wettbewerbsverzerrungen sollen vermieden, indem alle innerhalb der EU stattfindenden Flüge und alle von der EU abgehenden Flüge in den Emissionshandel mit einbezogen werden. In Brüssel scheint der Plan schon ins Detail ausgearbeitet. Vordergründig klingt der Ansatz klimapolitisch vernünftig, aber einige Besonderheiten der Luftfahrtbranche bleiben dabei unberücksichtigt. Ein Haken liegt etwa in den Vereinbarungen des Kyoto-Abkommens selbst: Dort ist festgelegt, dass viele Länder wie etwa Deutschland ihre Emissionen zwar deutlich senken müssen, andere jedoch zulegen dürfen: Spanien oder Griechenland dagegen dürfen zwischen 15 und 27% mehr ausstoßen. International sind Schwellenländer wie China und die arabischen Staaten gar gänzlich von Auflagen befreit.
Quelle: UD
Redaktioneller Hinweis zur Transparenz: In unserer redaktionellen Arbeit nutzen wir KI-gestützte Werkzeuge – unter anderem für Recherche, Texterstellung, Lektorat, SEO-Optimierung, Zusammenfassungen, Übersetzungen und Social-Media-Beiträge. Die redaktionelle Verantwortung für alle Inhalte liegt bei UmweltDialog. Bei eingereichten Gastbeiträgen kann KI ebenfalls zum Einsatz gekommen sein.