CO2-Abbau weltweit attraktiv
Die Nachfrage nach geeigneten Klimaschutzprojekten in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie in den Industriestaaten Mittel- und Osteuropas nimmt stark zu. Zur Umsetzung von Projekten mit deutschen Unternehmen hat die Deutsche Energie-Agentur (dena) ein Memorandum of Understanding mit der südchinesischen Provinz Guizhou unterzeichnet.
12.12.2005
Gemeinsam mit dem Entwicklungs- und Reformausschuss der Provinz Guizhou wird die dena in den nächsten zwei Jahren so genannte Clean Development Mechanism-Projekte (CDM) entwickeln und umsetzen. Mit ihnen können deutsche Unternehmen zusätzliche Emissionszertifikate erwerben, indem sie in die Reduktion von Treibhausgasen investieren. Der Schwerpunkt bei der Kooperation mit Guizhou liegt auf den Bereichen Biodiesel, Wasserkraft und der Methangasnutzung im Kohlebergbau.
Mit der kontrollierten Absaugung und energetischen Nutzung von Methangas aus den Kohlebergwerken wird auch ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit der Bergarbeiter geleistet. Auf Grund der hohen Methangaskonzentrationen in den chinesischen Bergwerken kommt es immer wieder zu tödlichen Unfällen. Zu den Aufgaben der dena gehört, deutsche Investoren zu gewinnen sowie aussichtsreiche Projekte auszuwählen, sie entsprechend der Kriterien des Kyoto-Protokolls aufzubereiten und bis zum Vertragsabschluss zu begleiten.
Die Zahl der Anträge für CDM-Projekte ist nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in den letzten zwölf Monaten weltweit von rund 200 auf mehr als 700 gestiegen. Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei weitem. "Der CDM-Markt ist noch jung und der Umgang mit den Regeln wenig erprobt", sagte Kohler. "Umso wichtiger ist es jetzt, Praxiserfahrungen zu machen.“
Quelle: UD
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