Greenpeace: Größte CO2-Quelle Europas liegt in NRW
Der Kraftwerksstandort Rheinisches Braunkohlerevier ist die größte Kohlendioxid-Quelle Europas. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Öko-Instituts im Auftrag von Greenpeace. Zwischen Aachen, Düsseldorf und Köln betreibt der Stromkonzern RWE vier Braunkohlekraftwerke, die auf kleinstem Raum zusammen mehr klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) in die Luft blasen als jede andere Region Europas.
30.11.2005
Das Rheinische Revier ist ein von der Braunkohle geprägtes Gebiet, in dem die vier großen Kraftwerke Niederaußem, Frimmersdorf, Neurath und Weisweiler entlang des Tagebaus Garzweiler stehen. Zusammen stoßen sie fast 85 Millionen Tonnen Kohlendioxid im Jahr aus. Der gesamte Ausstoß an Kohlendioxid in den EU-Staaten beträgt jährlich rund vier Milliarden Tonnen. Allein das Rheinische Braunkohlerevier ist also für über zwei Prozent der jährlichen Kohlendioxid-Emissionen in Europa verantwortlich.
"Das schlimmste ist, dass RWE jetzt plant, in Neurath noch ein weiteres Kohlekraftwerk zu bauen. Damit würde sich der CO2-Ausstoß noch einmal drastisch erhöhen", so Smid. Finanziell rentabel werden die klimazerstörenden Braunkohlekraftwerke, weil die Politik die Braunkohle durch kostenlose Emissionszertifikate unterstützt. Greenpeace fordert, diese Verschmutzungsrechte nicht mehr kostenlos an die Stromkonzerne zu verteilen, sondern sie zu versteigern. "Nur so kann ein Anreiz für die Industrie geschaffen werden, den Klimaschutz endlich Ernst zu nehmen", so Smid.
Das Ökoinstitut hat die großen CO2-Quellen Europas analysiert. Dabei dominieren deutsche und polnische Kraftwerke die Liste der 30 Kraftwerke mit den höchsten Kohlendioxid-Emissionen. Der Energiekonzern Vattenfall betreibt die Kraftwerke in Jänschwalde, Boxberg und Schwarze Pumpe im Lausitzer Revier und stößt pro Jahr 51 Millionen Tonnen Kohlendioxid aus. In Polen gibt es im Süden eine Ballung von Kraftwerksstandorten. Die Standorte Belchatów, Rybnik, Brzezie k. Opola, Jaworzno, Laziska Górne und Polaniec stoßen fast 65 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr aus.
Quelle: UD
Redaktioneller Hinweis zur Transparenz: In unserer redaktionellen Arbeit nutzen wir KI-gestützte Werkzeuge – unter anderem für Recherche, Texterstellung, Lektorat, SEO-Optimierung, Zusammenfassungen, Übersetzungen und Social-Media-Beiträge. Die redaktionelle Verantwortung für alle Inhalte liegt bei UmweltDialog. Bei eingereichten Gastbeiträgen kann KI ebenfalls zum Einsatz gekommen sein.