Hurrikan Rita nimmt Kurs
Der von Experten als drittstärkster Hurrikan aller Zeiten eingestufte Tropensturm "Rita" wirft seine mächtigen Schatten voraus. Nur wenige Wochen nach der durch Hurrikan "Katrina" verursachten Zerstörung befindet sich damit die Golfregion erneut in absoluter Alarmstimmung. Max Mayfield, der Direktor des Nationalen Hurrikanzentrums befürchtete in einem Interview mit CNN sogar, dass der Monstersturm schlimmere Auswirkungen haben könnte als "Katrina".
23.09.2005
Thomas Sävert vom Wetterdienst Meteomedia weist auf die extremen Bedingungen hin, die Naturereignisse wie "Rita" oder "Katrina" mit sich bringen. "Allein das Sammeln und Aufzeichnen verlässlicher Werte ist angesichts mittlerer Windgeschwindigkeiten von 280 Stundenkilometern sowie des nicht immer eindeutig lokalisierbaren Zentrums des Hurrikans ein ungemein heikles Unterfangen", so Sävert. Zusätzlich erschwert würde das Prognostizieren dadurch, dass sich jeder Hurrikan komplett anders verhalte und innere Eigendynamiken entwickle, denen mit bisherigen Mess- und Vorhersagemethoden noch nicht beizukommen sei.
So habe man beispielsweise erst Anfang der 90er-Jahre beim verheerenden Wirbelsturm "Andrew" entdeckt, dass kleinere Sekundärwirbel außerhalb des Hurrikanauges lokal zu katastrophalen Verwüstungen führen können, so Sävert weiter: "Auch die Erforschung der Prozesse, die innerhalb des Hurrikans für die fluktuierende Abgrenzung des Auges verantwortlich sind, steckt noch in den Kinderschuhen." Vorhersagen seien in diesem Bereich - wenn überhaupt - nur anhand von Erfahrungswerten und intuitivem Urteilsvermögen möglich.
Hurrikan "Rita" soll laut Experteneinschätzung Samstag früh auf die Küstenregion treffen. Während die meisten Vorhersagen immer noch davon ausgehen, dass hauptsächlich der Westen des US-Bundesstaats Texas betroffen sein wird, lassen neueste Berechnungen auch eine Route weiter östlich befürchten. Damit rückt der Bundesstaat Louisiana nur einige Wochen nach "Katrina" erneut in den Mittelpunkt allerhöchster Alarmbereitschaft.
Quelle: pte
Redaktioneller Hinweis zur Transparenz: In unserer redaktionellen Arbeit nutzen wir KI-gestützte Werkzeuge – unter anderem für Recherche, Texterstellung, Lektorat, SEO-Optimierung, Zusammenfassungen, Übersetzungen und Social-Media-Beiträge. Die redaktionelle Verantwortung für alle Inhalte liegt bei UmweltDialog. Bei eingereichten Gastbeiträgen kann KI ebenfalls zum Einsatz gekommen sein.