Klimawandel: Wie reagiert ein Ökosystem?
Die globale Erwärmung ist nicht mehr wegzuleugnen. Sollte sie ungebremst fortschreiten, droht dem Menschen ein Schreckensszenarium. Schon jetzt häufen sich Meldungen über Klimakatastrophen, die vielfach mit der Erwärmung der Atmosphäre in Verbindung gebracht werden: Jahrhunderthitze, Überflutungen, Wirbelstürme. Sie haben schwerwiegende Folgen: die verheerende Sturmflut in Bangladesh im April 1991 kostete 140.000 Menschen das Leben. Angesichts dieser Entwicklung sind Klimavorhersagen für die Zukunft ungeheuer wichtig.
18.01.2005
Ein Aspekt der Ergebnisse war besonders überraschend. Während man bisher meinte, Ökosysteme würden nur einige Jahrzehnte brauchen, um auf plötzliche Klimawechsel zu reagieren, erfolgte die ökologische Antwort im Norden Brasiliens erst um 1000 bis 2000 Jahre verzögert. Die Forscher erklärten dies Phänomen mit den besonderen Anforderungen, die tropischer Regenwald an das Klima stellt. Er benötigt eine Regenzeit von mindestens acht Monaten, um sich entwickeln zu können. Ein entsprechendes saisonales Niederschlagsmuster stellte sich jedoch erst allmählich im Laufe des Heinrich-Ereignisses ein.
Die Untersuchungen verdeutlichen, dass vor pauschalen Zukunftsszenarien gewarnt werden muss. Vorhersagen über ökologische Auswirkungen der globalen Erwärmung werden solche Schwelleneffekte berücksichtigen müssen.
Quelle: UD
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