Unternehmen klagen über schlechte Vorbereitung auf den Emissionshandel
Der politische Zwist um den Emissionshandel nimmt kein Ende. Fest steht: Der geplante Termin für den Nationalen Allokationsplan Ende März kann nicht eingehalten werden. Die Wirtschaft gewinnt so mehr Zeit sich vorzubereiten. Das Beispiel Baden-Württemberg zeigt, dass manche Unternehmen sich nicht gerüstet fühlen. Viele wussten bis vor kurzem gar nicht, dass sie betroffen sind.
28.03.2004
Entsprechend halbherzig wurden bisher die Vorbereitungen auf den Emissionshandel betrieben. Selbst von den Unternehmen, die über ihre Teilnahmeverpflichtung sicher Bescheid wissen, hat erst ein Drittel geklärt, welche Personen für das Thema im Unternehmen zuständig sind. Lediglich 18 Prozent der Unternehmen kannten ihren voraussichtlichen Kohlendioxid-Ausstoß und nur zehn Prozent hatten über Maßnahmen zur Emissionsminderung nachgedacht. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen hinken bei der Umsetzung hinterher. Die Umfrage des Fraunhofer ISI im Auftrag des Ministeriums für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg zeigte, dass die Betriebe ihren eigenen Informationsstand als schlecht bezeichnen. Rund 50 Prozent fühlten sich wenig oder gar nicht über das Instrument Emissionshandel informiert, lediglich 13 Prozent waren zufrieden.
Quelle: UD
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