NAP-Entwurf: BDI spricht von wirtschaftsfeindlichen Ziele
"Das Bundesumweltministerium hat de facto die Zusage der Bundesregierung verlassen, dass der deutschen Wirtschaft durch den Emissionshandel nicht mehr Minderungsverpflichtungen auferlegt werden sollen, als sie in den freiwilligen Klimavereinbarungen zugesagt hat." Das sagte BDI-Präsident Michael Rogowski, nachdem die Verhandlungen zwischen Vertretern der deutschen Wirtschaft und den Staatssekretären des BMU und des BMWA ohne Ergebnis auseinandergegangen sind.
02.02.2004
"Die deutsche Wirtschaft steht uneingeschränkt zur Klimavorsorge und den dazu mit der Bundesregierung geschlossenen Vereinbarungen. Der Emissionshandel kann hierzu einen wichtigen Beitrag leisten. Er darf aber nicht zu standortfeindlichen politischen Zielen missbraucht werden", erklärte Rogowski. "Deutschland hat bereits die wichtigsten Schritte gemacht, um die Kyoto-Verpflichtungen von minus 21 Prozent zu erreichen. Dazu hat die Wirtschaft mit ihren Investitionen und Innovationen in der Vergangenheit ganz überwiegend beigetragen. Weitere zusätzliche Verpflichtungen gefährden den erhofften Konjunkturaufschwung und damit Wachstum und Arbeitsplätze", warnte Rogowski.
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