Emissionen des russischen Gastransports niedriger als oft vermutet
Eine neue Untersuchung des Wuppertal Instituts belegt die niedrigen Treibhausgas-Emissionen von Erdgas im Vergleich zu anderen fossilen Energieträgern. "Der Vergleich der vorhandenen Studien zeigt," so Prof. Dr. Peter Hennicke, Präsident des Wuppertal Instituts anlässlich des Carbon Business Forum im Rahmen der Weltklimakonferenz in Moskau, "dass die Treibhausgasbilanz von Erdgas der von Kohle oder Öl überlegen ist. Dies," so Hennicke weiter "wurde durch die Analyse der Treibhausgasemissionen der russischen Gasexporte gezeigt."
17.10.2003
Um die Ergebnisse der Methanmessungen aus den 90er Jahren zu aktualisieren, hat das Wuppertal Institut ein neues Messprogramm konzipiert. Bereits im Sommer dieses Jahres wurden von uns in Kooperation mit Ruhrgas, Gazprom sowie dem Moskauer Institut Institut VNIIGAZ und unter Begleitung des Max-Planck-Instituts Untersuchungen in Teilen des russischen Ferngasnetzes durchgeführt. Gemessen wurde in den Transportstrecken von Mostransgaz und Sewergazprom, beides Tochtergesellschaften der OAO Gazprom. Weitere Messungen am Ferngasnetz eines weiteren Tochterunternehmens sind in Vorbereitung.
Die bei der Untersuchung ermittelten Messwerte werden zur Zeit statistisch ausgewertet. "Vieles deutet darauf hin, dass die niedrigen Emissionswerte früherer Messungen bestätigt werden können," so der Projektleiter Stefan Lechtenböhmer. Die vollständige Auswertung der Messdaten soll gegen Ende diesen Jahres vorliegen.
Quelle: UD
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