Klimaänderungen und das Ende der Maya-Kultur
Wissenschaftlern des GeoForschungsZentrums Potsdam (GFZ) und der ETH Zürich ist es erstmals gelungen, ein präzises Bild der klimatischen Rahmenbedingungen zu zeichnen, welches die Blütezeit klassischen Maya Kultur und die Phase des abrupten Kollapses dieser Kultur im 9. Jahrhundert nach Christus charakterisierten.
04.04.2003
Dieses Bild ergibt deutliche Hinweise, dass das Klima überaus stark auf die Maya-Kultur am Ende der klassischen Blütephase einwirkte. Zu diesem Zeitpunkt wohnten auf Yucatan mehrere Millionen Menschen. Die Maya lebten in grossen Städten, sie kannten gewaltige Umweltprobleme wie die Bodenerosion, was unter anderem zu Nahrungsengpässen schon in der Zeit vor dem Kollaps führte. Die neuen Klimadaten zeigen, dass während der archäologisch gut beschriebenen Phase des Kollapses die Niederschläge generell reduziert waren. Daneben traten verstärkte Trockenperioden mit einer Dauer von 3 bis 9 Jahren auf, die sich auf etwa AD 810, 860, und 910 datieren lassen und eine gute Übereinstimmung mit wichtigen Phasen der demographischen Katastrophe der Maya aufweisen.
Quelle: UD
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