Abu Dhabi setzt auf Wasserstoff
Noch verdient man gutes Geld mit dem Schwarzen Gold in Abu Dhabi. Für die Energiezukunft will man im ölreichen Golfstaat allerdings ganz auf saubere Technologien umsteigen. Für die Initiative, die in den kommenden fünf Jahren durchgeführt wird, sollen 15 Mrd. Dollar locker gemacht werden, berichtet die BBC vom World Future Energy Summit, das derzeit in Abu Dhabi über die Bühne geht. Der Golfstaat beschreibt sein Vorhaben als das ambitionierteste Nachhaltigkeitskonzept, das es jemals gab. Ein Bestandteil davon wird das größte Wasserstoffkraftwerk der Welt sein.
31.01.2008
Das Portfolio der Technologien, die im Rahmen von Masdar gefördert werden, ist breit. Ein zentrales Thema wird dabei die Solartechnologie spielen. Das Wasserstoff-Kraftwerk wird dabei zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Einerseits soll damit das Verbrennen fossiler Brennstoffe eingespart werden - was wiederum eine CO2-Reduktion zur Folge hat. Andererseits soll damit auch die Wasserstofftechnologie einen Auftrieb erhalten. Der Wasserstoff soll mit natürlichem Erdgas hergestellt werden. Als Produkte fallen dann Wasserstoff und CO2 an. Das CO2 soll dann wiederum in die leeren Ölfelder gepumpt werden, um dort endgelagert zu werden. Umgekehrt könnte auch noch verbliebenes Öl mit Hochdruck aus den Feldern gepumpt werden.
In erster Linie wird der Wasserstoff in Abu Dhabi zur Gewinnung von Strom verwendet. Man könnte ihn aber auch als Treibstoff für Autos verwenden. Experten stehen der Wasserstoff-Gewinnung in großem Maßstab positiv entgegen. Das gilt vor allem dann, wenn man den Wasserstoff nicht durch die teure Elektrolyse herstellen muss.
Die Masdar-Sustainable-City - eine andere Komponente des Abu Dhabi Regierungsplan - erhält auch Schützenhilfe von der Umweltorganisation WWF. In der 50.000-Einwohner-Muster-Nachhaltigkeitsstadt werden dann keine Treibhausgase mehr produziert. Autos wird es dort keine geben. Die gesamte Energie wird aus erneuerbaren Quellen kommen. Strom wird aus Photovoltaik gewonnen. Auch die Häuser werden nach speziellen Plänen so errichtet, dass zwar kühle Luft ins Gebäude kommt, die Hitze jedoch draußen bleibt. Die Pläne der nachhaltigen Stadt wurden im Rahmen des World Future Energy Summit vorgestellt.
Quelle: pte
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