Mini-Brennstoffzelle sagt Batterie den Kampf an
Am Berliner Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration haben Forscher Mikrobrennstoffzellen entwickelt, die nur wenige Kubikzentimeter groß sind und eine höhere Energiedichte als Batterien besitzen. Mit Mini-Brennstoffzellen soll der Markt für Kleingeräte bedient werden. Sie sollen Batterien ersetzen und die Energieversorgung portabler Elektronikgeräte und autonomer Mikrosysteme sicherstellen, etwa drahtlos vernetzte Sensoren oder medizinische Systeme.
14.10.2005
Die entwickelte Technologie basiert auf Waferlevel- und Folientechnologien. Die Brennstoffzelle besteht aus Polymer- und Metallfolien und ist aus drei Komponenten aufgebaut. "Die untere Folie auf der Anodenseite, dient dazu, den Brennstoff heranzuführen und zu verteilen. Gleichzeitig leitet sie den Strom ab. Eine perforierte Stromableiterfolie regelt den Gasaustausch auf der Kathodenseite. Zwischen die beiden Folien wird eine kommerzielle Membran-Elektroden-Einheit eingesetzt", erklärte Wagner. Durch die verwendete Folientechnik sei die Herstellung kosteneffizient realisierbar. Die Zellen könnten in die Oberfläche der zu versorgenden Geräte integriert werden, Platz bräuchte man lediglich für den Tank, der den Wasserstoff liefert.
Bei Geräten mit wechselndem Energiedurst ist, laut Wagner, ein Hybridsystem die effizienteste Lösung. "Handys brauchen zum Beispiel beim Telefonieren kurzfristig mehr Energie. Brennstoffzellen müssten dann immer für die maximale Leistung konzipiert werden. Hier ist dann eine Kombination aus herkömmlichem Akku und Mikrobrennstoffzelle angebracht, wobei der Akku die Leistungsspitzen ausgleicht", so Wagner.
Quelle: pte
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