EU wird Motor der Wasserstoffwirtschaft
Das Fraunhofer ISI hat untersucht, welche Chancen und Risiken der Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft mit sich bringt. Erfreulich: Die Europäische Union bekommt für ihre Wasserstoffprojekte gute Noten.
09.11.2004
Im Rahmen der HYCOM-Initiative sollen Regionen entwickelt werden, in denen Wasserstoff überwiegend aus erneuerbaren Energien hergestellt und in den verschiedensten Anwendungen erprobt wird. Ziel von HYPOGEN ist die großtechnische gekoppelte Erzeugung von Wasserstoff und Elektrizität aus fossilen Brennstoffen, wobei CO2 abgetrennt und gespeichert wird. Damit würde erstmals im großen Maßstab nahezu emissionsfrei erzeugter Wasserstoff zur Verfügung stehen, der in Brennstoffzellen in Autos und Bussen oder in industriellen Prozessen genutzt werden könnte.
Geeignete und verfügbare Technologien sind laut Studie die Dampfreformierung von Erdgas und die Vergasung von Kohle. Alle Techniken einschließlich der CO2-Abscheidung werden bereits beherrscht und erprobt, die Investitions- und Betriebskosten liegen aber noch über denen der konventionellen Strom- und Wasserstofferzeugung, bei der große Mengen CO2-Emissionen entstehen. Hürden liegen im Genehmigungsrecht von CO2-Speichern, für die es bisher in keinem Land der EU Gesetze gibt. Zudem sind diese Technologien in der Bevölkerung unbekannt und es ist nicht klar, welche Akzeptanz die Technologien finden werden.
Aufgrund der großen Investitionen zum Aufbau der notwendigen Infrastruktur haben die Experten des Fraunhofer ISI Vorschläge gemacht, wie die Initiativen finanziert werden könnten. Neben einer Industriebeteiligung sollten Mittel von nationaler und europäischer Seite bereitgestellt werden, die durch günstige Kredite der Europaeischen Investment Bank ergänzt werden sollten. Insgesamt kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass die EU mit den Initiativen HYPOGEN und HYCOM einen großen Schritt zu einer effizienten, kostengünstigen und umweltfreundlichen Energieversorgung macht.
Quelle: UD
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