renewables 2004 will Energiewende diskutieren
Nur durch eine „Energiewende zur Nachhaltigkeit“ kann der rasant steigende Energieverbrauch in Entwicklungs- und Schwellenländern umwelt- und sozialverträglich befriedigt werden. Darauf weist der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) in einem Politikpapier hin.
26.04.2004
Mit insgesamt sechs Empfehlungen umreißt der WBGU Ziele der Konferenz, die damit zum Beginn für eine Energiewende würde: Reiche und arme Länder müssen sich gemeinsam auf quantitative Vorgaben für den nationalen Ausbau erneuerbarer Energien verpflichten. Eine Weltenergiecharta soll wesentliche Elemente einer nachhaltigen, globalen Energiepolitik festschreiben und Akteuren als gemeinsame Handlungsgrundlage dienen. Zur Koordination der globalen Energiepolitik ist ein Ministerforum für nachhaltige Energie notwendig, mittelfristig empfiehlt der Beirat die Gründung einer internationalen Agentur für nachhaltige Energie. In den Industrieländern müssen bis 2020 die direkten staatlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Energiebereich mindestens verzehnfacht und der Schwerpunkt von fossiler und nuklearer Energie zügig auf erneuerbare Energien und Effizienzmaßnahmen verlagert werden. Nicht zuletzt soll die EU mit gutem Beispiel vorangehen und sich selbst ehrgeizige Ziele zum Ausbau der erneuerbaren Energien bis 2050 setzen.
Quelle: UD / rne
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