Haitourismus könnte auf das Doppelte anwachsen
Laut einer neuen, von Forschern der Universität von British Columbia und weiteren Wissenschaftlern weltweit durchgeführten Untersuchung ist die Haibeobachtung ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Dutzende Länder. 314 Millionen USD werden damit jährlich verdient. Laut der Vorhersagen der Studie könnte sich der Haitourismus in den nächsten 20 Jahren verdoppeln und mehr als 780 Millionen USD pro Jahr einbringen. The Pew Charitable Trusts fordert daher zum besseren Schutz der Haie die weltweite Einrichtung von Schutzgebieten.
10.06.2013
Die steigenden Zahlen im Haitourismus und der damit verbundene Wirtschaftsfaktor dürften das Interesse an der Einrichtung von Schutzgebieten für Haie steigern, denn diese spielen für das gesunde Gleichgewicht von Meeresökosystemen eine wichtige Rolle. In den vergangenen Jahren haben neun Länder -- Palau, die Malediven, Honduras, Tokelau, die Bahamas, die Marshall-Inseln, die Cook-Inseln, Französisch-Polynesien und Neukaledonien -- Schutzgebiete eingerichtet, in denen der kommerzielle Haifang verboten ist, um die natürliche Umgebung der Haie stabil zu halten.
"Es steht fest, dass Haie zu einem gesunden Meeresökosystem beitragen, was wiederum für das langfristige soziale, kulturelle und finanzielle Wohlbefinden von Millionen von Menschen weltweit von grundlegender Bedeutung ist", erklärt Jill Hepp, Leiterin für den weltweiten Haischutz bei Pew. "Für viele Länder ist es ein finanzieller Anreiz, die Haie und ihre natürliche Umgebung zu schützen."
Im Gegensatz zum wachsenden Ökotourismus ist der Wert des globalen Haifangs zurückgegangen, was hauptsächlich auf die Überfischung zurückzuführen ist. Jährlich werden rund 100 Millionen Haie getötet, hauptsächlich aufgrund ihrer Flossen, aus denen Haifischflossensuppe gemacht wird, eine in Asien beliebte Mahlzeit.
Quelle: UD / pm
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