Elefanten im Dschungel vom Aussterben bedroht
Der Mangel an Elefanten und Nashörnern reduziert die Artenvielfalt in den Tropenwäldern, stellt ein internationales Forscherteam fest. Der tropische Wald von Südost-Asien braucht diese Großtiere jedoch, die mit ihrem Stuhlgang Samen im ganzen Dschungel verteilen. "Es kann sein, dass andere Tiere diese Nische einnehmen", sagt Madelaine Böhme, Forscherin an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen.
01.06.2012
Der Lebensraumverlust und die illegale Wilderei haben Elefanten und Nashörner beinahe aussterben lassen. Von den asiatischen Elefanten leben nur sehr wenige in Asien, es gibt weltweit nur noch 50 Java-Nashörner, sogenannte Rhinoceros sondaicus. Auch gibt es nur noch rund 200 Sumatra-Nashörner (Dicerorhinus sumatrensis). Laut der Roten Liste der International Union for Conservation of Nature sind Elefanten vom Aussterben und die zwei Nashornarten besonders stark bedroht.
Tapir kann nicht kompensieren
Die Forscher haben geprüft, ob der Tapir zum Beispiel die beiden Arten ersetzen kann - kann er aber nicht. "Der asiatische Tapir zerkaut entweder die Samen oder die Samen werden während der Verdauung aufgelöst", sagt Santamaria. Sollten Elefanten und Nashörner aus dem Ökosystem verschwinden, geht auch ihr Beitrag in den ökologischen Prozessen verloren. Das wird das Ökosystem in den asiatischen Tropenwäldern irreversibel verändern.
Quelle: UD / pte
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