„Palmölpest“ in Kamerun
Der WWF warnt vor einem Palmölboom in Afrika: Die US-amerikanische Unternehmensgruppe Herakles Capital will über seine Tochterfirma Sustainable Oil Cameroon in Kamerun massiv Regenwälder roden, um neue Plantagen anzulegen. Fast 80.000 Hektar Wald in Zentralafrika sollen den Kettensägen zum Opfer fallen. Der WWF kritisiert, dass der Kahlschlag unter dem Deckmantel des RSPO (Roundtable for Sustainable Palmoil) vorangetrieben werden soll.
12.04.2012
Herkales versucht indessen Fakten zu schaffen. Schon 2011 wurden 28 Hektar für eine Baumschule mit Palmsetzlingen gefällt. Ein Teil dieser Fläche liegt sogar inmitten der kleinen - von Herakles selbst identifizierten - HCV („High Conservation Value“)-Fläche und damit inmitten eines Gebietes, das nicht gerodet werdend darf.
Die beteiligten Unternehmen betonen zwar, dass die Plantage nachhaltig entwickelt werden solle, zugleich ignorieren sie aber die Vorgaben des RSPO. Der WWF hat mit Hilfe von Satellitenaufnahmen mindestens die Hälfte der Konzession als weitestgehend intakten Wald identifiziert, der als wichtige ökologische Pufferzone und Korridor für die umgebenden Schutzgebiete sowie als Lebensgrundlage für die lokale Bevölkerung dient.
Der WWF kündigt an, sich mit den Gemeinden vor Ort und anderen Organisationen gegen die Errichtung der Plantage in diesem artenreichen Wald engagieren und nach alternativen, umweltverträglicheren Nutzungen für dieses wertvolle Gebiet zu suchen.
Quelle: UD / pm
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