CO2 lässt Ozeane allmählich versauern
Der Eintritt des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre und das Meerwasser waren noch nie so groß wie heute. Das berichtet eine internationale Forschergruppe, die die Belege für Ozeanversauerung in der geologischen Vergangenheit untersucht hat. Der aktuellen Studie nach erschweren die Auswirkungen sogar winzigem Plankton das Leben.
28.03.2012
Zudem hat sich die Forschergruppe angesehen, ob es in der Vergangenheit vergleichbare Veränderungen wie die heutigen gegeben hat. In den meisten Fällen war es tatsächlich deutlich wärmer als heute. Das hat vor allem damit zu tun, dass die CO2-Konzentration bis zu zehn Mal höher war. "Wir sind alle bemüht, den CO2-Ausstoß zu reduzieren, aber eine globale Zunahme ist dennoch deutlich zu sehen", so Kießling.
Laut Berechnungen ist nicht die Höhe der atmosphärischen CO2-Konzentration für die Sättigung des Meerwassers verantwortlich. Ausschlaggebend ist die Geschwindigkeit, mit der sich die CO2-Konzentration verändert. Durch langsame Veränderungen können sich über lange Zeiträume neue Gleichgewichte herstellen. Selbst massive CO2-Erhöhungen schaden kaum, wenn sich diese über mehr als 100.000 Jahre erstrecken. Nur drei Ereignisse in den vergangenen 300 Mio. Jahren Erdgeschichte sind mit heute auch nur annähernd vergleichbar. Doch selbst diese liegen unter der heutigen Größenordnung.
Quelle: UD / pte
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