Hoffnung für die weltweiten Riffe?
Manche Korallenriffe können mit der Klimaerwärmung offensichtlich sehr gut umgehen. Allerdings funktioniert das nur dann, wenn der Stress auf das gesamte marine Ökosystem gering gehalten wird, berichtet die internationale Wildlife Conservation Society (WCS). Die Studie, die von Forschern im Fachmagazin Aquatic Conservation publiziert wurde, wird beim Treffen der International Coral Reef Initiative (ICRI) in Phuket/Thailand vorgestellt.
08.05.2009
"Dass auch die Intensität des Fischfangs ein bedeutender Faktor ist, ist bekannt", erklärt Wild. In marinen Schutzzonen können sich Korallen offensichtlich besser regenerieren. Regionen, in denen der kommerzielle Fischfang ausgesetzt wurde profitieren deutlich davon. Auch in Ostafrika sei zu beobachten gewesen, dass der Beginn des großen Sterbens am Meeresboden in Zonen, in denen gefischt wurde noch viel schneller und weiter voran schritt. Die Forscher berichten etwa vom massiven Anstieg von Seeigeln, die sich von den Korallen ernähren. Die Studienautoren gehen davon aus, dass Riffe unter ähnlichen geographischen oder hydrodynamischen Bedingungen in Zukunft mehr Chancen auf Rettung haben. Es sei allerdings notwendig, dass man alle Anstrengungen unternehmen müsse, weiteren direkt vom Menschen erzeugten Druck wie Überfischung und der Eintrag von Düngemitteln von den Riffen zu nehmen, schreiben die Forscher.
"Bisher war das Phänomen der saisonalen Temperaturschwankungen nur von sub-tropischen Riffen in höheren Breiten bekannt", so Wild. Dass es auch in den Tropen so große Temperaturunterschiede gibt und die Korallen dann widerstandsfähiger sind, ist neu", meint Wild. Tropische Korallenriffe gehören zu den Lebensräumen mit der höchsten Biodiversität. Noch immer sind viele dieser Organismen bis heute weder entdeckt noch beschrieben worden. "Zu den wesentlichen Ursachen des Korallensterbens zählen neben der globalen Klimaerwärmung mit ihren Konsequenzen Erwärmung und Ansäuerung der Weltmeere, die Überfischung und der zu hohe Eintrag von Nährstoffen", erklärt der Forscher abschließend im Interview.
Quelle: UD / pte
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