Japan wegen illegaler Holzimporte unter Beschuss
Umweltschützer haben beim Pacific Islands Leaders Meeting (PALM4) in Okinawa ein 450 Quadratmeter großes Transparent enthüllt, auf dem der Stopp der "Waldzerstörung" gefordert wird. Greenpeace hatte bereits zuvor heftige Kritik an der illegalen Abholzung in den tropischen Inselgebieten vor allem in Neuguinea geübt. Die Umweltschützer hoben am Ende des Treffens hervor, dass das wichtige Thema der illegalen Rodung der Urwälder beim Forum ausgespart wurde, obwohl die beiden Premierminister von Japan und von Papua Neuguinea anwesend waren.
05.06.2006
Außerdem stand beim Treffen der Pazifik-Nationen erneut das Thema "globale Erwärmung und steigender Meeresspiegel" auf dem Programm. Der Premier-Minister des polynesischen Inselstaates Tuvalu, Maatia Toafa, hat erneut angekündigt, rechtliche Schritte gegen die größten Umweltverschmutzer - insbesondere die USA - zu unternehmen. Sein Land, bestehend aus neun Atollen mit einer Gesamtfläche von nur 26 Quadratkilometer werde immer kleiner. "Plätze an denen vor wenigen Jahren noch Kinder gespielt haben, stehen heute unter Wasser", so Toafa. Die Situation sei dramatisch und werde immer dramatischer.
In den vergangenen Monaten ist es immer wieder zu Überflutungen der für die Bewohner lebensnotwendigen Taro-Felder gekommen. "Erst vor wenigen Wochen ist eine kleine Insel vor unserer Hauptstadt verschwunden", erklärte der Minister, der um die Zukunft seiner Inselnation bangt. Es sei zu hoffen, dass die großen CO2-Produzenten der Welt diese Katastrophe aufhalten. "Wir werden weiterkämpfen", zeigt sich Toafa entschlossen. Dabei schließe er rechtliche Schritte auch nicht aus. "Tuvalu wird Schadenersatz und Anerkennung seiner Lage in einigen Jahren rechtlich einfordern."
Quelle: pte
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