WWF hofft auf UN-Menschenaffenkonferenz in Kinshasa
Vom 5. bis 9. September findet in der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, Kinshasa, die erste UN-Menschenaffenkonferenz GRASP (Great Apes Survival Project) statt. Ziel ist ein einheitlicher Rettungsplan für Gorillas, Schimpansen, Bonobos und Orang-Utans in Afrika und Asien. Bis 2010 soll das Überleben aller Menschenaffen gesichert werden. Der WWF erhofft sich von der Regierungskonferenz einen Durchbruch für den Schutz unserer nächsten Verwandten.
06.09.2005
Insgesamt gebe es höchstens noch 366.000 Tiere weltweit. Unmittelbar vor dem Aussterben stünden der Cross-River-Gorilla mit 200 Tieren und der Berggorilla mit 700 Exemplaren. Bedrohlich ist auch die Situation der einzigen asiatischen Menschenaffen, der Orang-Utans. Auf der Insel Borneo hat ihre Zahl seit 1990 von 150.000 auf nur noch 55.000 Tiere abgenommen.
Bislang haben 17 der 23 Staaten, in denen wildlebende Menschenaffen vorkommen, ihre Teilnahme an der GRASP-Konferenz zugesagt. Der WWF fordert die noch fehlenden Länder auf, sich am Rettungsprogramm zu beteiligen. Dies sieht vor, bis 2010 mindestens die 100 wichtigsten Affenpopulationen und deren Lebensraum zu sichern. Daneben engagieren sich zahlreiche weitere Staaten, die Europäische Union und Umweltverbände wie der WWF bei der bislang größten internationalen Initiative zum Schutz der Menschenaffen. Das UN-Programm benötigt im ersten Schritt 21 Millionen Euro für die Finanzierung von Schutzgebieten und Anti-Wilderer-Einheiten. Die Initiative GRASP wurde 2001 von der UNESCO und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) gegründet.
Quelle: UD
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