Verschnupfte Touristen töten Berggorillas
Wissenschaftler der University of North Carolina in Raleigh haben entdeckt, dass von Touristen eingeschleppte Erkältungserreger eine ernsthafte Bedrohung für die freilebenden Berggorilla-Populationen in Zentralafrika sind. Die Forscher haben 100 Todesfälle der Menschenaffen seit 1968 genau analysiert, berichten sie im Wissenschaftsmagazin New Scientist.
28.07.2005
Die meisten Todesfälle unter den inzwischen selten gewordenen Menschenaffen sind jedoch auf das Wildern zurückzuführen. 40 Tiere waren solchen Verletzungen erlegen. Die knapp 700 Tiere umfassende Population von Berggorillas (Gorilla beringei beringei) lebt in der Bergregion der acht Vulkane, namens Virunga, die sich im Grenzgebiet von Ruanda, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo (dem ehemaligen Zaire) befindet. Die politisch problematische Situation in den drei Staaten erschwert den Schutz der großen Menschenaffen.
Quelle: pte
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