Rettung der Regenwälder: CO2-Rente statt Rohdung
Geht es nach dem Vorschlag des Inselstaates Papua Neuguinea sollten Länder dafür bezahlt werden, ihren Regenwald zu erhalten. Die Insel im Pazifischen Ozean zählt neben Amazonien und dem Regenwald im Kongo zu den größten Dschungel-Regionen der Erde. Massive Holzeinschläge bedrohen aber auch diesen Regenwald, berichtet der Guardian.
30.05.2005
Aisi argumentiert auch damit, dass Holzfäller einfach in Dörfer kommen und den Landeignern zehn Dollar für jeden Baum bieten, den sie dann selbst um 1.000 Dollar weiterverkaufen. "Der kommerzielle Wert durch das Schlägern ist wesentlich höher als jener, den Regenwald zu erhalten", erklärt Aisi. Wenn es ein System der Walderhaltung in Form von Zertifikaten geben würde, die quasi als Wert gehandelt werden, würde dies sowohl den Wald als auch den Landeigentümern nutzen. "Genaue Details über solche Kredite müssten noch ausgearbeitet werden", so der Experte. Klimaexperten die die UN beraten, hatten bereits erklärt, dass 20 bis 25 Prozent der Treibhausgase in den 90-er Jahren den Rodungen zuzuschreiben sind. Während lebende Bäume CO2 aufnehmen, geben Wurzelwerk und verrottende Hölzer CO2 an die Atmosphäre ab. Ähnliche Bemühungen wurden vor einigen Jahren wegen Undurchführbarkeit zurückgewiesen. Mit der modernen Satellitentechnologie sei es aber leicht möglich, eine Urwaldrodung sichtbar zu machen, kontert Aisi.
Andere Entwicklungsländer haben der industrialisierten Welt vorgeworfen, dass diese für die Produktion der Treibhausgase verantwortlich seien, und daher auch eine allfällige Reduktion dieser gerade stehen müssen. Jede Tonne Treibhausgas, die verhindert wird, sei ohnehin mit einem Preistaferl versehen, argumentiert Aisi. "Eine Tonne bleibt eine Tonne". Die Rolle des Regenwaldes im gigantischen Klimakarussell der Erde ist von den Experten hingegen unumstritten. Die großen Dschungelregionen sind als grüne Lunge des Planeten immens wichtig.
Quelle: pte / UD
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