Klima & Umwelt

Globaler Kühlungs-Pakt zieht Bilanz

Zum Weltozontag Anfang Oktober zog UNEP Bilanz zum Kigali-Amendment des Montreal-Protokolls, das seit zehn Jahren nachhaltige Kühlung fördert. Ein begleitender Bericht zu naturbasierten Kühlungsansätzen und der Global Cooling Pledge liefert Städten und Unternehmen konkrete Werkzeuge gegen die wachsende Hitzebelastung.

23.10.2026

Globaler Kühlungs-Pakt zieht Bilanz

Am Weltozontag, dem 16. September, hat UNEP unter dem Motto „Global Action for a Cooler Planet“ eine Bestandsaufnahme zum Kigali-Amendment des Montreal-Protokolls vorgelegt – jenem Zusatzabkommen, das seit zehn Jahren die schrittweise Reduktion klimaschädlicher Kühlmittel bei gleichzeitiger Förderung nachhaltiger Kühlungstechnologien vorantreibt. Details liefert die UNEP-Ozonaction-Mitteilung.

Parallel veröffentlichte UNEP einen Bericht mit dem Titel „Cool Leaders“, der eine Roadmap für naturbasierte Kühlungsansätze in Städten vorstellt und über den Fortschritt der Global Cooling Pledge informiert, wie eine begleitende UNEP-Pressemitteilung
zeigt. Der Bericht verbindet damit zwei Handlungsstränge: die technische Regulierung von Kühlmitteln einerseits und stadtplanerische, naturbasierte Maßnahmen gegen urbane Hitzeinseln andererseits.

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Die Verbindung beider Themen ist kein Zufall. Steigende Durchschnittstemperaturen – wie der jüngste Copernicus-Hitzerekord für August 2026 zeigt – erhöhen den weltweiten Kühlungsbedarf, gerade in wachsenden Städten des globalen Südens. Gleichzeitig verursacht konventionelle Kühltechnik selbst erhebliche Emissionen, sowohl durch den Energieverbrauch als auch durch den Einsatz klimaschädlicher Kühlmittel – ein Teufelskreis, den das Kigali-Amendment durchbrechen soll, indem es den globalen Ausstieg aus besonders klimaschädlichen Fluorkohlenwasserstoffen vorschreibt. Die Global Cooling Pledge ergänzt dieses technische Regelwerk um eine politische Selbstverpflichtungskomponente, mit der teilnehmende Staaten zusätzlich freiwillige Ziele zur Emissionsreduktion im Kühlungssektor sowie zum Ausbau passiver, naturbasierter Kühlungsstrategien in der Stadtplanung eingehen.

Für Unternehmen aus der Kälte- und Klimatechnikbranche sowie für Immobilien- und Stadtentwicklungsprojekte liefert der Bericht konkrete Anknüpfungspunkte: UNEP und die Partnerorganisation ASHRAE stellen im Rahmen des Programms Checklisten und Leitfäden bereit, mit denen Techniker, Anlagenmanager, politische Entscheidungsträger und Zulieferer bewerten können, ob eine Kühl- oder Klimaanlage nachhaltig betrieben wird. Angesichts wachsender Hitzeperioden und paralleler regulatorischer Verschärfungen bei Kühlmitteln dürfte der Druck auf Unternehmen, in effiziente und klimafreundliche Kühltechnik zu investieren, in den kommenden Jahren spürbar zunehmen.

Quelle: UD

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