Die Krisenmacher: neue Edition - „Le Monde diplomatique“
Seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 beherrscht kein anderes Thema die weltweiten Medien und Diskussionen in vergleichbarer Weise. Trotzdem fühlen sich viele Menschen vor dem Hintergrund der Komplexität und der schieren Größe der aufgeführten Zahlen und Zusammenhänge überfordert. In seinem neuen Quartalsheft „Die Krisenmacher“ versucht Le Monde diplomatique jetzt, Meinungen und Wissen zu einem Gesamtüberblick zusammenzufassen - mit Erfolg.
24.01.2013
Auf 112 Seiten schlagen die 28 Autoren dabei eine Brücke von der Renaissance über den großen Crash 1928 bis hin zur Asienkrise 1998, erläutern den Zusammenhang zwischen Armutsverteilung und Spekulationskapital, beleuchten die Entwicklungen in den unterschiedlichen Krisenländern und versuchen - wie es die Herausgeber im Vorwort formulieren - eine Antwort auf die Frage zu geben, was dieser Markt überhaupt ist.
Dass die Ausgabe bei aller Kritik an den momentanen Zuständen nicht zu einer allzu deprimierenden Lektüre wird, liegt unter Anderem daran, dass die Herausgeber bei ihrer Themenauswahl auch einen Ausblick wagen, welche Wege aus der Krise führen können. Und so fasst der Philosoph und Kapitalismuskritiker Slavoj iek den Tenor des Heftes im letzten Beitrag treffend zusammen, indem er konstatiert, „dass Krisen zwar schmerzhaft und gefährlich, aber auch unvermeidlich sind und dass sie das Feld sind, auf dem Schlachten gewagt und gewonnen werden.“
Edition N° 12 Die Krisenmacher
Herausgeber: Le Monde
112 Seiten, taz Verlags- und Vertriebs GmbH, 2012
ISBN: 978-3-937683-36-2
Preis: 8,50
Quelle: UD
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