Neues Buch „Vom Verstummen der Welt“ erschienen
Der Braunbär ist in Deutschland, bis auf ein kurzes Intermezzo in den Bayrischen Alpen in 2006, ausgestorben. Ebenso der Gänsegeier, das Wildpferd oder die Stoppelschnepfe. Das Verschwinden dieser und weiterer Arten ist erkennbarer Ausdruck der bedrohten Biodiversität und gleichzeitig ein Verlust für die kulturelle Vielfalt innerhalb der Bevölkerung. So sieht es zumindest der promovierte Biologe und Abenteurer Marcel Robischon. In seinem neuen Buch „Vom Verstummen der Welt“ stellt er die Frage: Was bedeutet es für unser Denken, wenn die Welt immer eintöniger wird?
11.04.2012
Anders als die meisten Bücher, die sich mit dem Verlust der Biodiversität befassen, beschränkt sich „Vom Verstummen der Welt“ nicht auf die technische Beschreibung von Verlustdaten und Kosten-Nutzen-Rechnungen, sondern versucht, den Leser aktiv an der vergangenen Schönheit teilhaben zu lassen. Kapitelüberschriften wie „Mammut im Nebel“ oder „Geisterstimmen am Eisenweg“ stehen dabei stellvertretend für die oftmals blumige Sprache des Buches. Es bewegt sich damit immer an der Grenze zwischen Sachbuch und Prosa - welche Zielgruppe es am Ende erreichen will, wird dabei allerdings nicht immer klar.
Titel: Vom Verstummen der Welt
Autor: Marcel Robischon
320 Seiten, oekom verlag, 2012
ISBN-13: 978-3-86581-182-0
Preis: 19.95
Quelle: UD
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