Krisen-Warnsystem für Bevölkerung
Seit 2011 gehen elf Forscherteams aus sechs Ländern Europas der Frage nach, wie Warnmeldungen im Krisenfall möglichst schnell und effektiv an die Bevölkerung weitergegeben werden können. Mit dem Bevölkerungswarnsystem »Alert4All« ist aus dem gleichnamigen EU-Projekt eine neue Lösung entstanden. Den erfolgreichen Testbetrieb erlebten zahlreiche Vertreter von Organisationen des Krisenmanagements sowie Industriepartner.
14.11.2013
Erstmals hat das Projektkonsortium Mitte Oktober denjenigen, die von der Lösung profitieren sollen, das System live demonstriert. Zahlreiche Vertreter von Organisationen des Krisenmanagements sowie Industriepartner nutzten ausgiebig die Gelegenheit, die verschiedenen Funktionalitäten selbst ausprobieren zu können und zeigten sich durchweg begeistert.
Folgende Module bietet »Alert4All«:
- Ein Alarmierungsmodul (Global Alerting Gateway - GAG), von dem aus alle implementierten Empfangsgeräte angesprochen werden können (über terrestrische sowie Satellitenverbindungen)
- Ein Rückkopplungsmodul (Screening of New Media - SNM), durch welches die Reaktionen der Bevölkerung auf Warnungsmeldungen in Sozialen Medien erfasst werden
- Ein Trainingsmodul (TM), welches Nutzern die Funktionsweise des Systems näher bringt
- Ein Simulationsmodul (Alert Simulation Module - ASM), mit dessen Hilfe die Verbreitung von Warnungsmeldungen in der Bevölkerung simuliert werden kann
Das mit dem Fraunhofer IAO kooperierende IAT der Universität Stuttgart konzipierte und realisierte das Simulationstool zur Unterstützung von Planungs- und Investitionsentscheidungen sowie für Trainings- und Einsatzzwecke. Gemeinsam mit Endanwendern aus dem Krisenmanagement entwickelten die Wissenschaftler auf Grundlage einer agentenbasierten Simulation eine nutzerorientierte Webanwendung. Mit verschiedenen Partnern wird an dem weiteren Fortschritt des EU-Projekts gearbeitet.
Quelle: UD / fo
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