US-Nahrungsmittelkonzern in Skandal um Zuckerrohr in Brasilien verstrickt
Bunge, einer der bedeutendsten internationalen Lieferanten von Getreide mit Hauptverwaltung in den USA, ist sehr aktiv an Brasiliens aufkeimendem Biotreibstoffmarkt beteiligt. Der Konzern bezieht auch Zuckerrohr von Farmern, die angestammtes Land der Guarani-Indianer übernommen haben. Eine Gemeinde von 225 Guarani aus dem Bundesstaat Mato Grosso do Sul, die ihr Land an die Plantagen verloren hat, sagt, dass ihr Leben durch das Vordringen des Zuckerrohrs und die zugehörigen Maschinen und Pestizide in den vergangenen vier Jahren zerstört wurde.
14.11.2012
Die brasilianische Verfassung und ein Abkommen zwischen den Guarani und den Behörden verpflichtet die Regierung, das Land der Indianer zu erfassen und zu schützen. Doch die Umsetzung ist praktisch zum Stillstand gekommen. Somit müssen die Guarani, während sie auf die Rückübertragung ihres Landes warten, miterleben, wie die ständig wachsenden Zuckerrohrplantagen ihre Heimat zerstören.
Survival hat sich in einem Brief an Bunge gewandt, doch das Unternehmen bleibt kompromisslos und gab an, dass man auch weiterhin Zuckerrohr vom angestammten Land der Guarani beziehen würde, bis die brasilianischen Behörden das Land abschließend als indigenes Gebiet identifiziert hätten.
Mitte des Jahres hatte Raizen, ein Biotreibstoffunternehmen von Shell und Cosan, seine kontroversen Pläne zurückgezogen, Zuckerrohr von Land zu beziehen, das den Guarani genommen wurde. Die Entscheidung folgte einer längeren Kampagne der Guarani mit Unterstützung von Survival. Stephen Corry, Direktor von Survival International, sagte heute: „Ein Großteil von Brasiliens Biotreibstoffen ist mit indigenem Blut gefärbt. Alle die es nutzen, sollten wissen, dass ihre sogenannte “ethische Wahl zum Tod und zur Zerstörung der Guarani-Indianer beiträgt. Bunge muss dem Beispiel von Shell folgen und das Land der Guarani verlassen. Das Unternehmen kann sich nicht dahinter verstecken, dass man auf offizielle Anerkennung des Landes wartet - was Jahrzehnte dauern könnte.“
Quelle: UD / pm
Redaktioneller Hinweis zur Transparenz: In unserer redaktionellen Arbeit nutzen wir KI-gestützte Werkzeuge – unter anderem für Recherche, Texterstellung, Lektorat, SEO-Optimierung, Zusammenfassungen, Übersetzungen und Social-Media-Beiträge. Die redaktionelle Verantwortung für alle Inhalte liegt bei UmweltDialog. Bei eingereichten Gastbeiträgen kann KI ebenfalls zum Einsatz gekommen sein.